2026 Jährliche Unterweisung - Gefahrstoffe

IPETRONIK 

INTELLIGENT & PRECISE ENGINEERING

Gefahrstoffunterweisung 

      Inhalt 

      1. Vorwort
      2. Warum eine Unterweisung für Gefahrstoffe?
      3. Wie erkenne ich Gefahrstoffe?
      4. Expositionspfade von Gefahrstoffe in den Körpern
      5. Gefahrstoffkataster
      6. Sicherheitsdatenblätter
      7. Betriebsanweisungen 
      8. Beispiele 
      9. Erste Hilfe Maßnahmen 
      10. Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung 
      11. Maßnahmen zur Beseitigung 

      Vorwort

      Liebe Kolleginnen und Kollegen,


      willkommen zur Schulung im Umgang mit Gefahrstoffen. Ziel dieser Schulung ist es, das Bewusstsein für den sicheren Umgang zu stärken, um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie den Umweltschutz zu gewährleisten.


      Wir werden zunächst das Gefahrstoffkataster und die Betriebsanweisung besprechen und anschließend auf besonders gefährliche Stoffe eingehen.


      Denkt daran: Das Tragen von Schutzausrüstung schützt euch vor langfristigen Schäden, also nehmt die Schulung ernst und achtet auf die Gefahrstoffe, die ihr verwendet.


      Vielen Dank!

      Wie erkenne ich Gefahrstoffe?

      Wichtig bei dem Umgang mit Gefahrstoffen ist, diese überhaupt als Gefahrstoff zu erkennen. 

      Der Gesetzgeber verpflichtet die Hersteller zur Kennzeichnung, ihr findet diese meist auf der Rückseite des jeweiligen Stoffes. 


      Hier seht ihr die aktuell gültigen Kennzeichnungen und was diese bedeuten: 



      Alte Gefahrenpiktogramme

      • Bis zur europaweit einheitlichen Novellierung der Kennzeichnung von Gefahrenstoffen, galten deutschlandweit andere Piktogramme (Kennzeichnungen) als die auf der vorherigen Folien gezeigt.

      • Die Änderung der Kennzeichnung fand für Gefahrenstoffe bis spätestens 1. Dezember 2021 und für Gemische bis spätestens 1. Juni 2017 statt.

      • Das bedeutet also, findet ihr noch Stoffe mit alter Kennzeichnung, könnt ihr davon ausgehen, dass diese mindestens 4 Jahre alt sind – hier empfiehlt sich eine Entsorgung!



                Expositionspfade von Gefahrstoffen in den Körpern


                Die möglichen Expositionspfade, also der Weg, den der Gefahrstoff in den Körper nimmt, können auf unterschiedliche Arten erfolgen. Zum Teil reicht hierfür schon der Kontakt mit der bloßen Haut

                • direkt am Aufnahmeort sowie zeitverzögert auf andere Organe auswirken

                • Aufnahme durch Einatmen oder Resorption durch die Haut 

                • Schädliche Wirkung u.a. auf Nervensystem, Lunge, Leber, Nieren, usw.

                • Persönliche Schutzausrüstung verhindert Aufnahme schädlicher Stoffe.


                Achtung:

                Gefahrstoffaufnahme geht schneller als gedacht!

                Auch ohne direkten Kontakt kann z. B. beim Ablassen von Stickstoff
                Ölnebel aus dem Prüfstand mitgerissen werden.


                • Gelangt in Mund, Nase oder Lunge – unbemerkt über die Atemluft!

                • Immer PSA tragen!

                • Sicherheitsvorgaben einhalten!

                  Gefahrstoffkataster

                  Das Gefahrstoffkataster erfasst alle im Unternehmen verwendeten Gefahrstoffen und ist ein zentrales Instrument für Arbeitsschutz, Umweltsicherheit und Gefahrstoffmanagement.

                  Unter folgendem Link findet ihr das Kataster, Sicherheitsdatenblätter und Betriebsanweisungen für die Standorte Baden-Baden, Düsseldorf und Bergkirchen. 

                  Zusätzlich enthält das Kataster wichtige Daten sowie direkte Links zu den relevanten Dokumenten.

                  Für Eichstätte besteht eine eigene Datenbank. 



                  Sicherheitsdatenblätter

                  • Für jeden Gefahrstoff (z. B. Klebstoff, Lösemittel) vorhanden

                  • Digital im Intranet oder online abrufbar

                  • Enthalten alle relevanten Infos zum Umgang, Risiken & Erste Hilfe

                  Betriebsanweisungen

                  • Praktische, vereinfachte Anleitung zum sicheren Umgang

                  • Nur verwenden, wenn eine gültige Betriebsanweisung vorliegt

                  • Gilt ggf. auch für ähnliche Stoffe gemeinsam

                      ⚠️ Enthält klare Hinweise zu:

                  • Gefahren

                  • Schutzmaßnahmen

                  • Verhalten bei Unfällen

                  • Entsorgung

                  Symbole zeigen erforderliche PSA & Verbote: 

                  z.B. Atemschutz, Handschuhe, Schutzbrille, kein Essen/Trinken 

                   

                  Beispiele

                  Um von der bisherigen theoretischen Erklärung einen Faden in die Praxis zu spinnen und euch für die Verwendung von Gefahrstoffen zu sensibilisieren, möchten wir euch nun einige auffällige/besonders gefährliche Stoffe vorstellen. 


                  Um den Rahmen nicht zu sprengen, werden nur vereinzelte Eigenschaften hervorgehoben, nähere Informationen findet ihr in der jeweiligen Betriebsanweisung.


                  Die folgende Aufzählung erfolgt zu eurem eigenen Schutz:


                        Pelox Beizpaste: 

                        • Lebensgefahr bei Hautkontakt

                        • Giftig bei Verschlucken oder Einatmen

                        • Ätzend auf die Atemwege 


                        Denso ND-Oil 8/11:

                        • Kann vermutlich genetisch Defekte verursachen

                        • Giftig für Wasserorganismen 


                        Kluthe Haku 1025-921

                        • Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein 


                          Maßnahmen

                          Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung von Gefahrstoffen sind entscheidend, um potenzielle Gefahren zu minimieren und sicherzustellen, dass Mitarbeiter und die Umwelt geschützt werden. 

                              Verhalten im Notfall

                              • Macht euch mit den Vorkehrungen für den Notfall vertraut (Erreichbarkeit der Ersthelfer, Standort der Augenspüleinrichtungen und Erste-Hilfe-Kästen).

                              • Maßnahmen entsprechend der Expositionswege, wie in Betriebsanweisung beschrieben.

                              • Beachtet stets den Eigenschutz. 

                                Handelt stets besonnen und situationsbezogen.

                              • Beachtet, dass Symptome auch erst nach vielen Stunden auftreten können – holt daher rechtzeitig ärztlichen Rat ein.

                              • Bei Verschlucken grundsätzlich KEIN Erbrechen herbeiführen! Bei Erbrechen Kopf nach unten halten, um Aspiration in Lunge zu verhindern.

                              Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung

                              1.Sofortige Warnung

                              Benachrichtige umgehend alle in der Nähe befindlichen Personen über die Freisetzung.

                              2.Eigensicherung

                              Trage deine persönliche Schutzausrüstung, um dich vor Expositionen zu schützen. Je nach Stoffeigenschaften Substanz nicht ungeschützt berühren, Augen- und Hautkontakt vermeiden, Dampf oder Nebel nicht einatmen. 

                              3.Eindämmung der Freisetzung

                              Falls sicher möglich, versuche die Freisetzung zu begrenzen oder einzudämmern, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. 

                              4.Lüftung und Belüftung

                              Sorge für ausreichende Belüftung, um die Konzentration des freigesetzten Gefahrstoffs zu reduzieren. 

                              5.Sicherung des Gebietes

                              Schalte Zündquellen aus, verhindere, dass Stoffe ins Abwasser, Gewässer oder den Boden gelangen. 

                              6.Vorgesetzten informieren 

                              Informiere stets deinen Vorgesetzten.

                              7.Ruhe bewahren

                              Kein voreiliges Handeln - Sicherheit geht vor.

                              Maßnahmen zur Beseitigung 

                              Ursachen für Freisetzung beseitigen, wenn dadurch keine weitere Gefährdung für Leib und Leben entsteht. 

                              Freigesetztes Gefahrgut, wenn möglich, mit Aufsaugmitteln binden und fachgerecht entsorgen. 

                              In den Gebäuden RF13 und RF 26 stehen Notfall-Tonnen zur Verfügung. 


                              Fazit 

                              Die IPETRONIK GmbH & Co. KG ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt bewusst und wird auch in Zukunft Maßnahmen ergreifen, um möglichst nachhaltig und umweltschonend zu agieren.

                              Sie, unsere Mitarbeiter, sind ein wichtiger Teil dieses Prozesses – nur mit Ihrer Hilfe und Mitarbeit können unsere Ziele erreicht werden.

                              VIELEN DANK FÜR EURE AUFMERKSAMKEIT!

                              Ansprechpartner

                              Baden-Baden

                              Stefan Städter

                              Bergkirchen

                              Hermann Hummel 

                              Handy: 0170 6055070

                              E-Mail: hermann.hummel@ias-gruppe.de

                              Düsseldorf

                              Herr Kai-Olaf Hering

                              Eichstätt

                              Stefan Rhau  

                               Telefon +49 911 216464-101  Telefax +49 30 863077-422  Mobil +49 170 9638253  stefan.rhau@ias-gruppe.de

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